Auferstandener Christus
April 2026
Diese Figur befindet sich im Bestand des Heimatvereins.
Sie wurde um 1900 aus Gips gefertigt und farbig gefasst. ihre genaue Herkunft ist jedoch nicht bekannt.
Darstellungen des auferstandenen Jesus Christus sind ein zentrales Symbol des Osterfestes. Sie finden sich in vielen Kirchen und religiösen Räumen und verweisen auf den Kern des christlichen Glaubens: die Überwindung des Todes.
Jesus Christus – Leben und Wirken
Jesus Christus lebte etwa von 4 v. Chr. bis 30/33 n. Chr. im Gebiet des heutigen Israel und Palästina. Er wurde in Bethlehem geboren und wuchs in Nazareth auf.
Als Wanderprediger verkündete er eine Botschaft der Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit. Er rief die Menschen dazu auf, Gott und den Mitmenschen in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen.
Die Evangelien berichten von zahlreichen Wundertaten, darunter Heilungen, Speisungen und Naturwunder. Seine Lehren wurden zunächst mündlich überliefert und mehrere Jahrzehnte nach seinem Tod schriftlich festgehalten.
Konflikt und Verurteilung
Jesus stellte durch seine Lehren bestehende religiöse und gesellschaftliche Normen infrage. Besonders seine Kritik an religiösen Autoritäten, insbesondere an Pharisäern und anderen führenden Gruppen des jüdischen Religionslebens, führte zu wachsendem Widerstand.
Teile der jüdischen religiösen Führung lehnten ihn entschieden ab und sahen in seinem Auftreten eine Gefahr für die bestehende Ordnung. In den Evangelien wird berichtet, dass führende Kreise darauf hinwirkten, gegen Jesus vorzugehen, um ihn zu beseitigen bzw. zu töten.
Da nur die römische Besatzungsmacht Todesurteile vollstrecken durfte, wurde Jesus dem römischen Statthalter Pontius Pilatus überstellt. Unter dem Eindruck der angespannten Lage und des politischen Drucks ließ Pilatus schließlich die Kreuzigung anordnen.
Kreuzigung und Tod
Die Kreuzigung war eine der grausamsten Hinrichtungsarten der Antike. Jesus starb nach schweren Leiden auf dem Hügel Golgatha. Seine letzten Worte werden im Johannesevangelium mit „Es ist vollbracht“ (Joh 19,30) überliefert.
Auferstehung und Bedeutung
Nach christlichem Glauben wurde Jesus am dritten Tag nach seinem Tod von Gott auferweckt. Seine Anhänger fanden das Grab leer vor und deuteten dies als Zeichen seiner Auferstehung.
Die Auferstehung ist das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens. Sie steht für die Hoffnung, dass der Tod nicht das endgültige Ende ist.
Christen verehren Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser. Sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung bilden die Grundlage ihres Glaubens.
Jesus in anderen Religionen
Auch außerhalb des Christentums wird Jesus als bedeutende Persönlichkeit gesehen. Im Islam gilt er als Prophet und Messias, jedoch nicht als Sohn Gottes. Im Judentum wird er meist als historischer Lehrer eingeordnet. In anderen Traditionen erscheint er als weiser spiritueller Lehrer.
