Tagesausflug nach Eichstätt
am 26. Juli 2025
Von Therese Brock
Am 26.07.2025 unternahmen 40 Mitglieder und Freunde des Vereins für Heimatpflege und des Frauenbundes Illertissen einen Ausflug nach Eichstätt. Am Vormittag stand eine Dombesichtigung auf dem Programm. Schon beim Eintreten in den neu restaurierten Eichstätter Dom beeindruckt die Größe der Kathedrale, die seit Jahrhunderten Glauben und Geschichte bündelt. Die Hallenkirche geht auf den heiligen Bischof Willibald zurück, dessen Wirken die geistlichen Anfänge des Bistums prägte. Eindrucksvoll ist die lebensgroße Sitzfigur des Gründerbischofs.
Der Pappenheimer Altar mit seinen vielspurigen Kreuzigungszenen gehört zu den beeindruckendsten Altären der Kirche, es stellt die Passionsgeschichte dar und fesselt den Blick.
Viele Bischöfe sind mit ihren Grabdenkmälern im Dom verewigt. Der neugotische Hochaltar bringt die Holzfiguren des ehemaligen Flügelaltars neu und stimmig; das Zusammenspiel von Maßwerk und Schnitzerei betont die vertikale Ausrichtung des Raums.
Zwischen den Seitenkapellen fällt das Flackern der Glasfenster auf den Boden – ein leiser Hinweis darauf, wie sehr in diesem Bau Zeit, Licht und Liturgie miteinander verbunden sind.
Die heutige Gestalt des Doms entstand in hoch- und spätgotischen Stilformen; die Westfassade wurde 1718 vollendet und markiert mit ihrer barocken Präsenz den repräsentativen Abschluss des Bauwerks.
Zusammen mit dem stillen Kreuzgang und dem zweischiffigen Mortuarium gilt der Dom als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Gebäude Bayerns.
Einen schönen Abschluss der Domführung bildete ein halbstündiges Orgelkonzert zur Mittagszeit.
Am Nachmittag startete die Führung durch Eichstätt. Eine Stadt, in der barocke Kulissen, Residenzgeschichte und akademisches Leben zusammenkommen. Das Stadtbild ist geprägt von hellen Fassaden, geschwungenen Giebeln, weiten Plätzen – das barocke Antlitz Eichstätts entfaltet sich in harmonischen Achsen. Als katholische Universitätsstadt pulsiert Eichstätt angenehm ruhig, Studierende auf Fahrrädern, kleine Cafe`s, Buchhandlungen und Grünflächen an der Altmühl.
Den Abschluss bildet der Besuch der Residenz. Besonders beeindruckend ist der prunkvolle Treppenaufgang. Ein architektonisches Meisterwerk mit schönen Deckengemälden und feinen Stuckarbeiten. Der Spiegelsaal mit Goldverzierungen, Kronleuchtern und roten Teppichen ist einer der schönsten Rokoko-Säle Bayerns.
