Halbtagesausflug nach Fellheim

am 29. September 2023

Von Therese Brock

Am 29.09.2023 unternahmen wir einen Halbtagesausflug nach Fellheim, um die Synagoge zu besichtigen und einen ortsgeschichtlichen Rundgang zu machen. Die Synagoge hat eine über 300-jährige Geschichte. Im Jahre 1716 erhielten die Juden von der Freiherrschaft Reichlin-Meldegg die Erlaubnis, eine Synagoge zu errichten.

1786 wurde die Synagoge im barocken Stil erbaut und 1860 umfassend im neoromanischen Stil renoviert. 1938 wurde die Synagoge während der Novemberpogrome verwüstet. Der Innenraum wurde zerstört, der Thora-Schein zerschlagen und geplündert und auch die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof wurden umgeworfen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es Überlegungen, die Synagoge wieder instand zu setzen. 1950 wurde das Gebäude jedoch verkauft und zu einem Miethaus umgebaut. Erst 2007 erwarb die Gemeinde Fellheim das Wohnhaus und investierte 1,7 Millionen Euro, um es zurückzubauen, zu renovieren und umzubauen. Heute finden in der Synagoge Führungen, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, private Feiern und Veranstaltungen statt.

Rückseite der Synagoge
Innenraum der Synagoge

Nach der Führung durch die Synagoge besichtigten wir den jüdischen Friedhof. Zum Abschluss stand ein kleiner Rundgang durch den südlichen Teil des Ortes auf dem Programm, wo die Juden ihre Häuser und Läden hatten.

Mit sehr nachdenklichen Gedanken traten wir die Heimreise nach Illertissen an.

Jüdischer Friedhof in Fellheim
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