Vortrag von Prof. Dr. Elmar Steurer

am 27. März 2012

„Die globalen Geschäfte der Vöhlin und Welser und die moderne Betriebswirtschaftslehre“


Die Vöhlin und auch die Welser waren schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts unabhängig voneinander im Handelsgeschäft aktiv, wie H. Prof. Dr. Steurer einem interessierten Publikum mitteilte. Man handelte vorwiegend mit Stoffen, die Materialien hierzu kamen aus Venedig, die Herstellung erfolgte in Schwaben und Oberschwaben, verkauft wurde es letztlich in Frankfurt, Köln und Antwerpen. Auch mit England wurden Geschäfte gemacht. Ende des 15. Jahrhunderts wurden beide Handeshäuser durch eine Doppelhochzeit eng vernetzt. Das Unternehmen firmierte nun als „Anton Welser (zu Augsburg) und Konrad Vöhlin (zu Memmingen ) und Mitverwandte“. Augsburg wurde Sitz des Unternehmens. neben Stoffen und Tüchern wurde zunehmend mit Pfeffer und Silber gehandelt. Lissabon wurde nach Entdeckung der Schiffsroute um Afrika nach Indien ein weiterer Handesplatz.

Als sich die Welser auf die „Neu- Welt“, das heutige Südamerika konzentrierten, ließ sich Erhard II. Vöhlin seinen Anteil auszahlen. Prof. Dr. Steurer schilderte die Geschichte des „Goldeinsammelns“, aber auch den Beginn der Sklaverei sehr anschaulich. Nach einigen Jahren zogen sich die Welser aus Südamerika zurück.

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